Das Gesundheitswesen steht vor großen Herausforderungen, welche die neue Bundesregierung dringend angehen muss. Dass die Koalitionäre diese ernst nehmen, zeigen die bisherigen Ergebnisse der Arbeitsgruppe. Auch wenn die Verhandlungen noch andauern, stimmen uns die ersten Signale zuversichtlich, da sie an vielen Stellen in die richtige Richtung weisen“, erklärt die Co-Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands Baden-Württemberg, Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth. Besonders erfreulich sei, dass die hausärztliche Steuerung als essenzieller Bestandteil eines effizienten und patientenorientierten Gesundheitssystems anerkannt werde. Dass die Koalitionäre nun konkret auf die HZV setzen wollen, sei ein richtiger und wichtiger Schritt in die Zukunft.
„Die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) beweist seit 17 Jahren, dass eingeschriebene Patient:innen von einer besseren Versorgung profitieren und das System gleichzeitig entlastet wird. In Baden-Württemberg ist bereits fast jeder dritte gesetzlich Versicherte in einen Hausarztvertrag eingeschrieben, bundesweit sind es fast 10 Millionen Menschen. Die HZV bietet bewährte und belastbare Strukturen, die die von der Arbeitsgruppe geforderte Steuerung bereits heute flächendeckend umsetzen können und die weiter skalierbar sind. Bis im Kollektivvertrag ähnliche Bedingungen geschaffen sind, werden Jahre vergehen – Zeit, die wir nicht haben. Die Politik muss jetzt ihre Prioritäten richtig setzen und die einzige Versorgungssteuerung fördern, die in Deutschland nachweislich funktioniert: die HZV!“, ergänzt Co-Vorsitzende Dr. Susanne Bublitz.
Konkrete Vorschläge zur Stärkung der HZV haben die Delegierten des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands Baden-Württemberg bereits auf dem 23. Hausärztinnen- und Hausärztetag am 14. März 2025 beschlossen.
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