„Ich habe immer ein tiefes Unbehagen verspürt, wenn ich Volksweisen mit Klavierbegleitung hörte“, so der italienische Komponist Luciano Berio. Das bewegte ihn dazu, 1964 das Werk Folk Songs für Stimme und sieben Instrumente zu komponieren und es neun Jahre später für Mezzosopran und Orchester zu bearbeiten. In dieser Fassung werden die Folk Songs unter Leitung von Generalmusikdirektor Marko Letonja von den Bremer Philharmonikern und der Sopranistin Nadine Lehner präsentiert. Inspiration für seine Folk Songs erhielt Berio übrigens von Volksliedern u.a. aus Armenien, Sardinien und Sizilien, den USA und der Provence. Er habe die Lieder „allerdings rhythmisch und harmonisch bearbeitet, in gewissem Sinne also neu komponiert,“ so Berio über eines seiner populärsten Werke.
Die Heimat Berios inspirierte Felix Mendelssohn Bartholdy gut 130 Jahre zuvor zu seiner Symphonie Nr. 4. Und auch er greift auf italienische Volksweisen zurück – besonders eindrucksvoll zu hören im temperamentvollen Finalsatz des Werkes. Nach seiner Reise durch Schottland zog es Mendelssohn Bartholdy 1829 nach Italien. Auf den Spuren Goethes reiste er von Venedig über Florenz und Rom bis nach Neapel und Pompeji und zurück über Genua und Mailand. Die vielfältigen Eindrücke der mediterranen Landschaft, der eindrucksvollen Architektur und Kunstschätze und der südländischen Lebensart verarbeitete er in seiner als die „Italienische“ bekannt gewordenen 4. Symphonie.
Proben und Aufzeichnung dieser beiden Konzerte der Bremer Philharmoniker erfolgen in den ersten beiden Märzwochen unter strenger Einhaltung der gültigen Hygienevorschriften. Vor den jeweiligen Probenphasen unterziehen sich die Musikerinnen und Musiker sowie alle an der Realisierung vor Ort beteiligten Personen einem Schnelltest, um ein etwaiges Infektionsgeschehen auszuschließen.
Aufgezeichnet werden die Konzerte von Dirk Alexander, Tonmeister und selbst auch als Hornist bei den Bremer Philharmonikern tätig. Die Konzertvideos sind im Internet direkt auf Youtube sowie über Verlinkungen auf Facebook, Instagram und die Orchesterwebsite www.bremerphilharmoniker.de ab 8. Bzw. 15. März um 19:30 Uhr für jeweils drei Tage bis 11.3. bzw. 18.3. aufrufbar.
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